Mit der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans hat der Bürgermeister ein universelles Argument gefunden, mit dem unliebsame Projekte auf Jahre hinausgezögert werden können.

Am Montag, den 2. November, hat sich der Gemeinderat mit dem Thema Freiflächen-Photovoltaik beschäftigt. 

Wie wir bereits erwartet haben ist dabei nicht unser Antrag zur Abstimmung gekommen. Vielmehr hat man sich dazu entschieden, das Thema auf unbestimmte Zeit zu verschieben. 

Man müsse sich nun erstmal in Workshops überlegen, welche Kriterien für Solarparks eine Rolle spielen könnten. 

Nach 20 Jahren EEG und einem halben Jahr konkrete Planung unseres Bürgerprojekts kann man sich natürlich fragen, was bisher zu dem Thema geschehen ist. 

Der Grundsatzbeschluss wurde ohne größere Diskussion beschlossen. Die Gemeinderäte Norbert Bach und Rainer Räuchle (Freie Bürger Illesheim) haben zumindest darauf hingewiesen, dass nun aber zügig vorangegangen werden sollte. Was auch immer das heißen mag.

Gegen den Beschluss gestimmt haben die Gemeinderäte Karin Wagner und Dirk Schuster (Freie Wähler Illesheim mit Ortsteilen). Nach ihrer Ansicht lägen alle Informationen vor, die für eine Abstimmung notwendig wären. Außerdem sei der limitierende Faktor insbesondere die Einspeisemöglichkeit. Das Stromnetz in der Gegend gibt es überhaupt nicht her, dass an beliebigen Orten beliebig viele PV-Anlagen entstehen könnten. 

Genau diese Einspeisemöglicheit liegt uns vor und droht in dem kommenden Prozess unter die Räder zu kommen. 

Wir werden sehen, ob und wie es weitergeht. Für die nächste Zeit ist unser Antrag jedenfalls erstmal auf Eis gelegt. 

In einem Schreiben der Gemeinde (Download nachstehend) bleibt es bei Lippenbekenntnissen: Wir sind ja grundsätzlich für Klimaschutz. Aber bitte nicht bei uns.


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